Die vergleichende Auswertung der Genetischen Codes umfasste die geschichtliche Entwicklung jeder einzelnen Marke – von der Gründung über den Markenaufbau bis zur aktuellen Wettbewerbssituation. Besonderes Augenmerk wurde auf die Startphase gelegt, denn hier entscheiden sich bereits die Erfolgsaussichten der Marken. Es wird deutlich, dass der Management-Eingriff in den ersten Jahren den höchsten Wirkungsgrad hat.
Obwohl es sich in allen untersuchten Fällen um Marken auf den ersten Rängen in der jeweiligen Branche handelt, reichen die Ergebnisse der Markenführung von erstklassig über schwach bis hin zu Tendenzen der Selbstzerstörung.
Im Vergleich der Markenschicksale lassen sich typische Entwicklungsmuster erkennen, mit denen sich die starken Marken von den schwachen unterscheiden. Und es wird deutlich, dass die Markenbildung immer in drei nachvollziehbaren Lebensphasen verläuft. Jede dieser Lebensphasen stellt ganz spezifische Anforderungen an das Management. Die kritischste Phase liegt im Launch der Marke und in ihren ersten fünf Lebensjahren.
Als Durchbruch in der Markenführung kann man es wohl bezeichnen, dass auf Basis dieser Erkenntnisse nun auch neue Marken nach dem „Hard Fact-Prinzip“ des Genetischen Codes der Marke gemanaged werden können.